Teamtest
Im Hundesport besteht ein Team aus dem Hund und dem Menschen, der
diesen Hund führt. Im alltäglichen Leben
lässt sich das
Team noch erweitern, es besteht aus Menschen und Hunden. Das sich gut
erzogene, sozusagen normale Menschen freundlich oder zumindest
friedlich begegnen setzen wir als selbstverständlich voraus.
Bei
den Teams aus Hunden und Menschen ist das leider nicht immer der Fall.
Meist beginnen sich die Hunde anzukläffen, danach die
Menschen.
Das muss nicht sein. Zumindest für verantwortungsvolle Teams
(Mensch und Hund) sollte gelten, wir bleiben neutral und friedlich,
selbst wenn andere an der Leine ziehen und eine große
Schnauze
haben.
Ein solches Team zu werden erleichtert das Zusammenleben mit anderen
Mensch-Hund-Teams und vor allen Dingen auch mit Nicht-Hundehaltern ganz
enorm.
Euch darin zu unterstützen, ein solches Team zu werden,
betrachten wir als unsere Aufgabe.
Die Vorbereitung auf die TeamTest-Prüfung erfolgt im Rahmen
der Begleithundeausbildung. Die Prüfung wird durch einen
Leistungsrichter abgenommen und beurkundet.
Prüfungsbestandteile für den Team-Test sind: 1.
Leinenführigkeit
2. Freifolge
3. Sitzübung
4. Platzmachen mit Herankommen
5. Anbinden des Hundes
6. Durchqueren einer Personengruppe
7. Unbefangenheit des Hundes
gegenüber Fahrzeugen und Personen
8. Begegnungsverkehr
Wir bieten bei Bedarf Kurse zur Vorbereitung auf den offiziellen
"Team-Test" an. Es kann sich aber auch jeder im Rahmen der
Begleithundegruppe auf eine TeamTest-Prüfung vorbereiten. Die
Teams werden durch geschulte Übungsleiter/innen angeleitet.
Dabei
steht nicht die Prüfung im Vordergrund der Ausbildung, sondern
die
konsequente Ausbildung zu einem familienfreundlichen und sozial
verträglichen Hund, der sich in allen All-tagssituationen
neutral
und friedlich verhält.
Die Ausbildung für alle Interessierten und Hunde aller Rassen
auch
für Nichtvereinsmiglieder gegen Entrichtung einer
Gebühr
offen.
Leitung: Susanne Munzlinger
Wir freuen uns auf euch!
Aus den Prüfungsrichtlinien zum
dhv-Team-Test
1. Leinenführigkeit
Der am Halsband (handelsübliches Ketten-, Leder- oder
Kunststoffhalsband) angeleinte Hund muss an der linken Seite freudig
und eng am Knie des Hundeführers mitgehen. Die Leine wird in
der
linken Hand gehalten und muss lose durchhängen. Beim Anhalten
hat
sich der Hund sofort ohne Einwirkung neben den Hundeführer zu
setzen.
2. Freifolge
Der Hund muss - ohne angeleint zu sein - an der linken Seite freudig
und eng am Knie des Hundeführers mitgehen. Beim Anhalten hat
der
Hund sich sofort ohne Einwirkung neben den Hundeführer zu
setzen.
3. Sitzübung
Auf ein einmaliges Hörzeichen "Sitz" muss sich der
unangeleinte
Hund schnell hinsetzen, während der Hundeführer
mindestens 20
Schritte weitergeht. Der Hund muss bis zum abho-len durch den
Hundeführer am ursprünglichen Platz sitzen bleiben.
4. Platzmachen mit Herankommen
Auf ein einmaliges Hörzeichen "Platz" muss sich der
unangeleinte
Hund schnell hinlegen, während der Hundeführer
mindestens 20
Schritte weitergeht. Der Hund muss bis zum Abru-fen durch den
Hundeführer an seinem Platz liegen bleiben, nach dem Abrufen
freudig und schnell zum Hundeführer kommen, sich vor ihn
setzen
und auf Hörzeichen die Grundstellung einnehmen.
5. Anbinden des Hundes
Der Hund wird während der Übungen 1 - 4 eines anderen
Hundes
an einen Pfosten ange-bunden und dort abgelegt. Der
Hundeführer
begibt sich außer Sicht seines abgelegten Hun-des.
6. Durchqueren einer Personengruppe
Der Hund muss sich beim Durchqueren einer Personengruppe sowohl an der
Leine als auch unangeleint gegenüber Personen unbeteiligt
zeigen.
Er darf sie weder beschnuppern noch sonst wie belästigen.
7. Unbefangenheit des Hundes
gegenüber Fahrzeugen und Personen
Der Hund muss sich beim Umgehen von Autos unbefangen zeigen. Dabei
werden Park-platzsituationen nachgestellt.
8. Begegnungsverkehr
8.1 Begegnung mit Personen
Auf einem nicht oder wenig befahrenen Weg gehen 2 bis 3 Personen dem
Hundeführer, dessen Hund frei läuft, entgegen. In ca.
30m
Abstand des Hundes von den Passanten wird der Hund
zurückgerufen.
Es sind max. 2 Hörzeichen zum Zurückkommen erlaubt.
Der Hund
wird angeleint und Hundeführer und Hund gehen, ohne dass
dieser
korrekt bei Fuß gehen muss, an den entgegenkommenden
Passanten
vorbei. dabei darf der Hund die Passanten nicht belästigen.
8.2 Fahrrad- oder Mopedverkehr
Ein Fahrrad- oder Mopedfahrer überholt von hinten den
Hundeführer, der seinen Hund an der Leine führt, und
gibt
dabei Klingel- oder Hupsignale Der Fahrrad- oder Mopedfahrer wendet
nach dem Überholen in einem Abstand von ca. 70m und kommt nun,
ebenfalls mit Klingel- oder Hupsignale, Hundeführer und Hund
entgegen. Der Hund hat sich davon unbe-eindruckt zu zeigen.
8.3 Begegnungen mit Joggern
Der Hundeführer geht im normalen Schritt entlang eines Weges,
der
Hund läuft frei. Von hin-ten nähern sich ein oder
zwei Jogger
im Laufschritt, überholen ohne das Tempo zu
verän-dern und
laufen weiter. Der Hundeführer kann seinen Hund sowohl
heranrufen
und anleinen, als auch auf Distanz ablegen oder unbeteiligt gehen
lassen. Auf keinen Fall darf der Hund den Joggern entgegen laufen,
nachspringen oder sie sonst wie belästigen. Dieselbe
Übung
wird auch im Begegnungsverkehr von vorne durchgeführt.
Wir freuen uns auf euch!